Chronik

Die österreichische Rettungsflugwacht mit Ihrem Sitz in Wien, wurde am 28. März 1954 von Fallschirmspringern und Piloten (Teilnehmer des 2. Weltkrieges) gegründet.

Die Ausbildung von Fallschirmspringer und Flugzeugführer wurde 1954 vom Alliierten Rat (gebildet von den Besatzungsmächten nach dem 2. Weltkrieg – Amerika, Rußland, Großbritannien und Frankreich) erlaubt, allerdings nur für Rettungszwecke.

Österreichische Motorflugzeuge waren nicht zugelassen und die Schule der Rettungsflugwacht in Graz – Thalerhof mußte für die Ausbildung Schweizer Flugzeuge mieten.

Hier wurden Piloten und Fallschirmspringer für Rettungseinsätze bei

·  Bergunfällen, Lawinen
·  Hochwasserkatastrophen

ausgebildet und geschult.

Da bei einem Einsatz vorher immer der Einsatzbefehl von Wien eingeholt werden mußte und dadurch wertvolle Zeit verstrich um rasch Hilfe zu leisten, wurde im Jahre 1958 die österreichische Rettungsflugwacht in Wien aufgelöst und es wurden die Einsatzstellen

·  Steiermark
·  Tirol
·  Salzburg
·  Vorarlberg und
·  Oberösterreich

zu selbstständigen Vereinen mit eigener Rechtspersönlichkeit umgebildet und ins Vereinsregister eingetragen.

Die Einsatzstelle Oberösterreich der österreichischen Rettungsflugwacht, die seit dem Jahr 1956 von Einsatzleiter Wilhelm Redhammer geleitet wurde, hat in dieser Zeit bei vielen Rettungs- und Suchaktionen teilgenommen.

Im Jahre 1958 wurde die Einsatzstelle Oberösterreich in O.Ö. LANDESRETTUNGSFLUGWACHT umbenannt und weiterhin von Obmann und Einsatzleiter Wilhelm Redhammer geführt.

Nach 33jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Obmann wurde Wilhelm Redhammer im Jahre 1989 zum Ehrenobmann ernannt. Im Jahre 2004 ist unser Ehrenobmann verstorben.

Als Flugzeug wurde eine Cessna 170 mit dem Kennzeichen OE-DAD, die der Flughafenbetriebsgesellschaft Linz gehörte, verwendet. Im Jahre 1974 kaufte sich die OÖ. Landesrettungsflugwacht ein eigenes Flugzeug – eine Cessna 175 mit dem Kennzeichen OE-DCG, die noch immer im Einsatz steht und weiterhin für

· Such-
· Erkundungs-
· Aufklärungs-
· Beobachtungs- und
· Fallschirmspringerabsatzflüge

eingesetzt wird.

Die OÖ. Landesrettungsflugwacht steht allen durch Katastrophen- und Elementarereignissen sowie durch Unglücksfällen Betroffenen unter der Voraussetzung zur Verfügung, daß diese Hilfe nicht durch eine andere Rettungsorganisation innerhalb kürzester Frist durchgeführt werden kann.

Darüber hinaus steht sie den Sicherheitsbehörden, den Feuerwehren und allen Rettungsorganisationen für zusätzliche Hilfeleistung auf Anforderung zur Verfügung:

·  Hochwasser-, Erkundungs-, Aufklärungs-, Beobachtungsflüge
·  Einsatzleitung aus der Luft für bessere Koordination der Einsatzkräfte bei Waldbränden, Hochwasserkatastrophen und sonstigen Elementarereignissen
·  Suchflüge nach Vermißten

Um bei Unglücks- oder Katastrophenfällen jederzeit einsatzbereit zu sein, werden die Flugzeugführer bei Fliegen im Gebirge, in Notsituationen sorgfältig ausgebildet sowie Einsatzpiloten- und Luftbeobachterschulungen durchgeführt.

Ab dem Jahr 2010 wurde der Aktive Mitgliederstand mit dem Beitritt der Gyro Copter – Piloten mit ihren Fluggeräten in die OÖ. Landesrettungsflugwacht positiv erhöht. So konnte die Einsatzbereitschaft durch die Stationierung der Gyro Copter auf den Flugplätzen und privaten Aussenlandeplätzen im gesamten Bundesland OÖ erheblich gesteigert werden. Diese 2sitzigen Gyro Copter (Tragschrauber) sind besonders für Such-, Beobachtungs-, Aufklärungs-, Erkundungs- und Kontrollflüge mit 1 Luftbeobachter geeignet, wie eine große Einsatzübung Mitte September 2010 im Kobernausserwald und den umliegenden Gemeinden mit den Feuerwehren Lohnsburg, Waldzell und Kobernaussen aufgezeigt hat.

Den größten Teil der Ausbildungskosten bezahlt der Flugzeugführer und Fallschirmspringer selbst, daher sind in der OÖ. Landesrettungsflugwacht eine kleine Gruppe von Idealisten tätig.

Glück ab – Gut Land!